Beschreibung des Programms

Die Studienstiftung des deutschen Volkes fördert die Hochschulbildung junger Menschen, deren hohe wissenschaftliche oder künstlerische Begabung und Persönlichkeit besondere Leistungen im Dienst der Allgemeinheit erwarten lassen. Hochqualifizierte und gesellschaftlich engagierte Doktoranden können gemeinsam mit ihrem Betreuer den Antrag auf ein Promotionsstipendium stellen.
Stipendiaten werden mit 1.450 EUR monatlich unterstützt, zudem sind Zuschüsse zur Krankenversicherung und ergänzende Familien- und Kinderbetreuungszuschläge möglich. Promotionsstipendiaten, die für Recherchen, Laboraufenthalte oder Konferenzbeiträge ins Ausland reisen, erhalten auf Antrag Zuschüsse zum Stipendium für Reise- und Lebenshaltungskosten sowie Studiengebühren. Neben der finanziellen Förderung umfasst das Angebot auch Betreuung und eine breitgefächerte ideelle Förderung.
Bewerbungen von ausländischen Promovierenden, die ihre Promotion an einer deutschen Hochschule durchführen, sind willkommen.

Zielgruppe

Hochqualifizierte und gesellschaftlich engagierte Doktoranden

Akademische Voraussetzungen

  • Studienabschluss innerhalb der letzten vier Jahre
  • Für das Einsetzen der Promotionsförderung ist es nötig, dass der Doktorand an der Hochschule, an welcher die Dissertation eingereicht wird, zur Promotion zugelassen wurde

Laufzeit

Die Dauer der Förderung liegt grundsätzlich zunächst bei zwei Jahren. Danach kann bis zu zweimal eine Verlängerung um jeweils ein halbes Jahr beantragt werden. Die Höchstförderungsdauer beträgt 36 Monate. Stipendiaten mit Kindern können bis zu 48 Monate gefördert werden. Wird während der Förderungszeit ein Kind geboren, können Stipendiatinnen weitere drei Stipendienmonate für die Mutterschutzzeit in Anspruch nehmen. Laufzeiten anderer Stipendien für dasselbe Promotionsvorhaben werden auf die Höchstförderungsdauer angerechnet. Flexible Lösungen – z. B. beim vorübergehenden Aussetzen der Förderung – sind möglich.

Stipendienleistung

  • 1.450 EUR pro Monat, bestehend aus dem monatlichen Stipendium von 1.350 EUR und einer Forschungskostenpauschale von 100 EUR.
  • Promovierende ohne Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung (etwa über eine Viertelstelle in Forschung und Lehre) können zudem einen Krankenkassenzuschuss in Höhe von 50 Prozent der nachgewiesenen Kosten beziehen; der maximale Beitrag liegt bei 100 EUR im Monat.
  • Promotionsstipendiaten mit Kindern erhalten ergänzend Familien- und Kinderbetreuungszuschläge. Zusätzliche Mittel für die Kinderbetreuung können bereitgestellt werden, indem Stipendiengelder des vierten Förderungsjahrs für Eltern umgewidmet werden.
  • Ergänzend zum Stipendium können wissenschaftliche Tätigkeiten im Umfang einer 25-Prozent-Stelle wahrgenommen werden, um die Einbindung in den Forschungskontext zu fördern.
  • Promotionsstipendiaten, die für Recherchen, Laboraufenthalte oder Konferenzbeiträge ins Ausland reisen, erhalten auf Antrag Zuschüsse zum Stipendium für Reise- und Lebenshaltungskosten.
  • Betreuung durch einen Referenten in der Geschäftsstelle und einen Vertrauensdozenten am Hochschulort
  • Teilnahme an den Doktorandenforen
  • ideelles Programm mit Sommerakademien, Kurztagungen und Seminaren zur beruflichen Orientierung sowie von Stipendiaten selbst geplanten Veranstaltungen und die Angebote des Alumni-Netzwerks

Verlauf des Auswahlverfahrens
Die Begutachtung erfolgt zweistufig: Im ersten Schritt, der Vorauswahl, wird in der Geschäftsstelle geprüft, ob die formalen Rahmenbedingungen und die Voraussetzungen der Studienstiftung erfüllt sind. Hierzu gehören u.a.:
  • ein engagiertes und weit überdurchschnittlich erfolgreich abgeschlossenes Studium
  • die Unterstützung der Betreuerin oder des Betreuers
  • ein weiter Interessenhorizont sowie Hinweise darauf, dass die Bewerberin/der Bewerber sich in ihrem/seinem Werdegang über die eigene Person hinaus engagiert hat
In diesem Stadium wird das Exposé zum Promotionsvorhaben nicht in die Beurteilung einbezogen. Ist ein Antrag in der Vorauswahl erfolgreich, holen wir im nächsten Schritt zwei schriftliche, externe Gutachten ein – ein Fachgutachten und ein Gesprächsgutachten. Grundsätzlich sollten beide Gutachten zur fachlichen und außerfachlichen Qualifikation der Bewerberin oder des Bewerbers sowie zur Qualität und den Rahmenbedingungen des beantragten Promotionsvorhabens Stellung nehmen.

Begutachtung
Um Fachgutachten bitten wir den Dissertationsthemen fachlich nahestehende Gutachter oder Gutachterinnen, die ihre Einschätzungen auf der Basis der schriftlichen Unterlagen formulieren und besonders die fachliche Qualifikation des Bewerbers oder der Bewerberin sowie das vorgelegte Exposé in ihren Gutachten berücksichtigen.


Mit dem zweiten Gutachten, dem Gesprächsgutachten, werden Personen betraut, die nicht unbedingt in gleicher Weise fachnah sind. Sie stützen ihre Eindrücke neben den schriftlichen Unterlagen auf ein persönliches Gespräch. Das Gesprächsgutachten äußert sich daher nicht nur zur fachlichen Dimension, sondern geht auch ausführlicher auf die Persönlichkeit und den Werdegang des Bewerbers ein.


Wir bemühen uns, bei der Auswahl der Gesprächsgutachter/-innen lange Fahrtwege zu vermeiden; Fahrtkosten können wir nicht übernehmen. Befinden sich Kandidatinnen und Kandidaten zum Zeitpunkt Ihrer Bewerbung im Ausland, prüfen wir gerne, ob Gutachterinnen und Gutachter vor Ort für Gespräche zur Verfügung stehen. In der Regel setzen wir die Bereitschaft der Bewerberinnen und Bewerber voraus, Termine für Auswahlgespräche in Deutschland wahrzunehmen. Da die Gutachten die persönliche Begegnung reflektieren sollen, sind Auswahlgespräche via Telefon oder Skype nicht möglich.


Sobald beide Gutachten vorliegen, wird über den Förderantrag in der jeweils nächsten Sitzung des Doktoranden-Auswahlausschusses beraten und entschieden. Dieser tagt viermal im Jahr. Die Hauptauswahl kann bis zu acht Monate in Anspruch nehmen.



Formalia

Alle Informationen zur Bewerbung sowie Vorlagen zum Download finden sich hier.

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