Ziel dieses Programms ist die Förderung von bi-nationalen Promotionsvorhaben an der Heimathochschule und an einer Hochschule in Deutschland.
Das Programm bietet zwei Varianten:
Variante a) Promotion mit bi-nationaler Betreuung: Die Promotion wird sowohl von einem Hochschullehrer an der Heimathochschule als auch von einem wissenschaftlichen Gastgeber in Deutschland betreut (sogenanntes „Sandwich-Modell“). Das Vorhaben muss mit beiden Betreuern abgestimmt sein. Nach diesem flexiblen mehrphasigen Fördersystem wird die Promotion im Heimatland begonnen; es folgen Forschungsaufenthalte in Deutschland. Abgeschlossen wird die Promotion im Heimatland unter Beteiligung des deutschen Betreuers; der Doktorgrad wird von der Heimathochschule verliehen.

Variante b) Promotion im „Cotutelle-Verfahren“: Förderung von bi-nationalen Promotionsvorhaben an der Heimathochschule und an einer Hochschule in Deutschland nach dem sogenannten Cotutelle-Verfahren. Voraussetzung ist ein Kooperationsvertrag, der zwischen den beteiligten Hochschulen individuell über das zu betreuende Promotionsvorhaben abgeschlossen wird. Nach erfolgreichem Abschluss der Promotion verleihen die deutsche Hochschule und die ausländische Partnerhochschule gemeinsam einen Doktorgrad.

Wer kann sich bewerben?

Je nach Art des Vorhabens:
a) Bi-nationale Betreuung nach dem „Sandwich-Modell“: Bewerberinnen und Bewerber, die spätestens zu Beginn des Stipendiums einen Master- oder Diplomabschluss (im Ausnahmefall: Bachelorabschluss) erreicht haben.
b) „Cotutelle-Verfahren“: Bewerberinnen und Bewerber, die spätestens zu Beginn des Stipendiums zur Promotion zugelassen sind.

Was wird gefördert?

Variante a) Promotion mit bi-nationaler Betreuung nach dem „Sandwich-Modell“: Forschungsabschnitte an einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung in Deutschland im Rahmen eines Promotionsvorhabens im Heimatland.
Variante b) Promotion im „Cotutelle-Verfahren“: Forschungsaufenthalte an einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland zur Anfertigung einer Dissertation, die auf der Basis eines individuell abgeschossenen Kooperationsvertrages bi-national betreut und durchgeführt wird.

Dauer der Förderung

  • Insgesamt maximal 2 Jahre
Für beide Varianten gilt:
  • Das Stipendium kann auch im Rahmen von mehreren kürzeren Aufenthalten verwendet werden. Die Förderdauer wird von einer Auswahlkommission in Abhängigkeit vom Vorhaben und von der Arbeitsplanung festgelegt.
  • Die Aufteilung der Aufenthalte in Deutschland und an der Heimathochschule sowie gegebenenfalls geplante Aufenthalte in einem Drittland (z.B. zur Materialsammlung) sind bei der Bewerbung in einem Arbeits- und Zeitplan darzustellen.
  • Während der Aufenthalte an der Heimathochschule wird das Stipendium unterbrochen.
  • Variante a) Bi-nationale Betreuung nach dem „Sandwich-Modell“: Stipendienzusagen werden zunächst für bis zu 12 Monate ausgesprochen. Verlängerungen sind davon abhängig, ob die bisherige Stipendienlaufzeit von einer Auswahlkommission als erfolgreich bewertet wird.
  • Variante b) „Cotutelle-Verfahren“: Stipendienzusagen werden für bis zu 18 Monaten ausgesprochen, es besteht die Möglichkeit einer bis zu 6-monatigen Abschlussbeihilfe.

Stipendienleistungen

  • monatliche Stipendienrate für Doktoranden während des Aufenthalts in Deutschland: 1.200 Euro
  • Leistungen zur Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung
  • Zuschuss zu den Reisekosten
  • einmalige Forschungsbeihilfe
  • Reise- und Aufenthaltskosten nach Bundesreisekostengesetz für die betreuenden Hochschullehrer für jeweils eine bis zu 10-tägige Reise
    - des ausländischen Hochschullehrers nach Deutschland zur Verlaufskontrolle
    - des deutschen Hochschullehrers an die Heimathochschule des Stipendiaten zur Teilnahme an der Abschlussprüfung.
    Die Reisen sind im Arbeits- und Zeitplan der Bewerbung anzugeben.
Darüber hinaus können bei ununterbrochenen Deutschlandaufenthalten von mehr als 6-monatiger Dauer unter bestimmten Voraussetzungen folgende Zusatzleistungen gewährt werden:
  • monatliche Mietbeihilfen
  • monatliche Zuschläge für mitreisende Familienangehörige
Zur sprachlichen Vorbereitung auf den Aufenthalt in Deutschland bietet der DAAD folgende Leistungen an:
  • Übernahme der Kursgebühren für den Online-Sprachkurs „Deutsch-Uni Online (DUO)“ (www.deutsch-uni.com) für 6 Monate ab Erhalt der Stipendienzusage
  • falls erforderlich: Sprachkurs (2, 4 oder 6 Monate) vor Beginn des Forschungsaufenthaltes; über eine Teilnahme und die Dauer entscheidet der DAAD je nach Deutschkenntnissen und Vorhaben. Wenn ein Sprachkursstipendium gewährt wird und die Arbeitssprache am Gastinstitut Deutsch ist, ist die Teilnahme verpflichtend.
  • Zuschuss zu einem selbst gewählten Deutschkurs während des Stipendiums
  • Erstattung der Gebühr für eine TestDaF-Prüfung, die entweder im Heimatland nach Erhalt der Stipendienzusage oder in Deutschland bis zum Ende der Förderung abgelegt wird.
  • Alternativ zu TestDaF für Stipendiaten mit vorgeschaltetem Sprachkurs: Erstattung der Gebühr für eine während des Stipendiums abgelegte DSH-Prüfung.

Auswahl

Über die Bewerbungen entscheidet eine unabhängige Auswahlkommission von Fachwissenschaftlern.
Zentrale Auswahlkriterien sind:
  • ein überzeugendes und gut geplantes Forschungs- oder Fortbildungsvorhaben
  • die akademischen Leistungen
Darüber hinaus werden auch zusätzlich eingereichte Unterlagen, die die fachliche Eignung belegen oder auch über außerfachliches Engagement Auskunft geben, in die Bewertung einbezogen.

Wählen Sie bitte Ihren Status und Ihr Zielland, um eine Bewerbung einreichen zu können

Status und/oder Zielland nicht in diesen Listen?Sollte Ihr Status und/oder Zielland nicht in dieser Liste enthalten sein, können Sie sich nicht in diesem Förderprogramm bewerben. Um ausschließlich Förderprogramme angezeigt zu bekommen, auf die Sie sich bewerben können, wählen Sie bitte bereits in der Ergebnisliste (linke Spalte) Ihren Status und Ihr Zielland.