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Bären und Wildnis: Wildlife in Kanada

Von wilden Tieren...

Tief verschneit

Dass es in Kanada Bären gibt, ist etwa ebenso in aller Munde wie die Elchvorkommen in skandinavischen Wäldern.

Doch wann bekommt man sie zu Gesicht? Und was tut man, wenn man tatsächlich einem begegnet? Wie unterschieden sich die Bärenarten voneinander?

Grizzly oder Braunbär?

Allein im Gebiet des Yukon leben abgesehen von rund dreißigtausend Menschen auch etwa zehntausend Braunbären (Black Bears) und siebentausend Grizzlys. Die Bärenpopulation ist also gesund und die Chance ist groß, ihnen zu begegnen.

In Kanada gibt es neben den Braunbären und Grizzlys weiter im Norden auch Polarbären. Wahrscheinlicher ist es jedoch, einen Vertreter der ersteren beiden Spezies anzutreffen.

Grizzlys und Braunbären ähneln sich in Fellfarbe und Gestalt, Grizzlys werden jedoch noch größer, haben ein rundes Gesicht und sind von gedrungener Statur. Braunbären hingegen haben eine gerade zulaufende Schnauze und flache Schultern. Beide sind sehr stark und können schneller rennen als Menschen. Sie haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und sind gute Schwimmer. Braunbären und junge Grizzlys klettern auch auf Bäume, erwachsene Grizzlys werden Ihnen allerdings nicht folgen, wenn Sie sich auf den höchsten Ast retten wollen. 

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Was Bären interessiert

Abgesehen von der Möglichkeit, dass ein Bär einfach ihren Weg kreuzt, kann man sie auch anlocken. Bären sind zwar von Natur aus scheu, aber auch neugierig und zudem Raubtiere, also immer auf der Suche nach Futter. Ihr sehr feiner Geruchssinn führt sie zielsicher in die Nähe des Menschen, wenn sie Essbares wittern. Vermeiden Sie dies durch einige simple Maßnahmen, z.B. beim Campen, um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen.

Informieren Sie sich vor einer Tour durch die kanadischen Wälder ausführlich über Eigenheiten und Verhaltensweisen der Bären und wie man dem begegnen kann. Machen Sie beim Wandern stets auf sich aufmerksam, um die Bären nicht zu überraschen. Unterhalten Sie sich laut oder singen Sie und nehmen Sie Krachmacher wie Pfeifen oder Glocken mit ins Gepäck. 

Im Falle des Falles - kleiner Bären-Knigge

Die Kanadier haben großen Respekt vor diesen Königen der Wälder und das sollte man sich auch als Besucher schnell angewöhnen. Eine Auseinandersetzug mit einem Bären kann verheerende Folgen haben. Es gibt viele Vorsichtsmaßnahmen, um Bären nicht anzulocken oder wenn man sie dennoch trifft, sie nicht zu reizen.

Was aber tun, wenn all das nichts genützt hat und man sich dem Giganten gegenüber sieht? Ist der Bär nur noch 30 m oder weniger entfernt, können Sie den Ort nicht mehr unbemerkt verlassen. 

  • Zunächst einmal: Stehen bleiben und Ruhe bewahren.  
  • Rennen Sie nicht weg, der Bär ist schneller als Sie.
  • Machen Sie dem Tier klar, dass Sie ein Mensch sind, reden Sie laut aber besänftigend auf den Bären ein und bewegen Sie die Arme langsam auf und ab.
  • Halten Sie Jacke oder Rucksack über den Kopf, um größer zu wirken.
  • Sehen Sie dem Bären nicht in die Augen, das könnte ihn weiter provozieren.
  • Bewegen Sie sich stets ruhig und langsam.
  • Falls Sie einen geeigneten Baum entdecken, klettern Sie so hoch es geht.

Sollten Sie den Bären so nicht vertreiben können, hängt Ihre Reaktion davon ab, ob es sich um einen Braunbär oder einen Grizzly handelt.

Grizzlys: Stellen Sie sich "tot": Legen Sie sich auf die Seite, ziehen Sie die Knie zum Brustkorb, Kopf zu den Knien und die Hände hinterm Nacken verschränken. Grizzlys werden nur noch aggresiver, wenn Sie versuchen, sich zu verteidigen. Erst wenn der Bär beginnt, Sie wie Beute zu behandeln, z.B. versucht, Sie wegzubewegen, wehren Sie sich mit allen Mitteln.

Braunbären: Kämpfen Sie! Verteidigen Sie sich mit allem, was Sie haben: Hände und Füße, Stöcke, Rucksack, Steine. Je entschlossener Sie auftreten, desto schneller lassen sich Braunbären verjagen.

--> mehr Tipps

...und einsamer Stille.

Nicht nur Bären gibt es in den kanadischen Wäldern. Auch andere wilde Tiere wie Bisons, Caribous, Füchse, Wölfe, Rehe, Moose (große Elchart) und unzählige Vogelarten gehören zu den Bewohnern.

Trotzdem sind die Wälder bekannt für ihre Stille. Vor allem auf Wegen durch dichtes Unterholz hört man oft keinen Laut. Auch die Einsamkeit ist sprichwörtlich: Das zweitgrößte Land der Welt hat gerade einmal rund 30 Millionen Einwohner. Wer aus dem dicht besiedelten Deutschland zum ersten Mal nach und durch Kanada reist, wird von der einsamen Weite des Landes besonders beeindruckt sein. Eben weil dies für uns so ungewohnt ist, sollte man sich einige Regeln einprägen, wie z.B. niemals allein wandern zu gehen und am Ausgangspunkt bescheid zu sagen, bevor man losläuft.

--> weitere Tipps und Regeln für die Wildnis

Weiterführende Links
www.kanada-team.de
www.zdf.de
Reiseberichte auf www.kanadasuche.de

Foto © Hendrik Lens

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Last updated: August 29, 2007