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DAAD Nordamerika Nachrichten
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DAAD Nordamerika Nachrichten
You are here: Nordamerika NachrichtenDAAD Nordamerika Nachrichten - 1. Februar 2008

Subject: DAAD Nordamerika Nachrichten - 1. Februar 2008
Posted by: stefan
Date Posted: 2/2/08
text | html
DAAD Nordamerika Nachrichten www.daad.orgdaadny@daad.org
DAAD Nordamerika Nachrichten
1. Februar 2008

 Die Themen dieser Woche:
  Neue Zahlen zu internationalen Studierenden in Science and Engineering
  New York schneidet bei wissenschaftlichem Nachwuchswettbewerb
  sehr gut ab
  Die Eindämmung illegaler Einwanderung zeigt Nebenwirkungen
  Wie ein gutes Empfehlungsschreiben aussehen sollte
  Liebe Leserinnen und Leser,

rechtzeitig zu Beginn des Karnevals befassen wir uns in dieser Woche mit den neuen Zahlen zu internationalen Studierenden in Science and Engineering und dem Ergebnis eines wissenschaftlichen Nachwuchswettbewerbs. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf Nebenwirkungen, die die Eindämmung illegaler Einwanderung im US-Bundesstaat Arizona mit sich bringt und berichten über eine Antwort auf die Frage, wie ein gutes Empfehlungsschreiben aussehen sollte.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Stefan Altevogt


In der vergangenen Woche gaben wir eine Ausschreibung für das International Research Experience for Undergraduates Programm wieder, ohne auf das Bewerbungsformular selber hinzuweisen.
Sie finden es hier.

Neue Zahlen zu internationalen Studierenden in Science and Engineering

  Die National Science Foundation (NSF) hat die jüngste Ausgabe ihres Berichts zur Entwicklung der Zahlen von Studierenden in Science and Engineering vorgelegt. Der "Survey of Graduate Students and Postdoctorates in Science and Engineering" weist einen Anstieg der Neueinschreibungen in diesen Feldern von insgesamt 6% im vergangenen Jahr aus; die Zahl der Neueinschreibungen von Ausländern ist im selben Zeitraum sogar um 16% gewachsen. Insgesamt führt dieser hohe Anstieg der Studienanfänger zu einer um 1,7% höheren Gesamtzahl von Studierenden in Science and Engineering (S&E).
Hauptverantwortlich für den Anstieg bei den ausländischen Studienanfängern sind mit plus 23% die Ingenieurwissenschaften. Bei Informatik war der mit plus 21% starke Andrang der Ausländer sogar fast in der Lage, den Rückgang des Interesses bei Amerikanern von fast 7% aufzufangen, doch insgesamt sanken hier die Zahlen um 0,7%.
S&E liegt damit noch deutlich über dem positiven Trend für internationale Studierende in den USA, der mit plus 3,2% aus der jüngsten Ausgabe von "Open Doors" des Intstitute of International Education herauszulesen war und der von der Vizepräsidentin des IIE Peggy Blumenthal mit den Worten kommentiert wird: "The NSF numbers parallel ours, and it shows that we've mostly rebounded from the dips after 9/11. Back then, the word was out that visas were hard to get, and people were being turned away. But I think there is more opportunity now, and universities have worked very hard to get that word out."

Sie finden den Survey of Graduate Students and Postdoctorates in Science and Engineering hier.

New York schneidet bei wissenschaftlichem Nachwuchswettbewerb sehr gut ab

  Die New York Times berichtet in dieser Woche stolz vom Abschneiden von Oberschülern der Stadt und des Bundesstaates bei der diesjährigen Ausgabe des Wettbewerbs Intel Science Talent Search. Der Wettbewerb ist 1999 aus dem 1942 eingerichteten Westinghouse Science Talent Search hervorgegangen, und in bislang sechs Fällen sind die Preisträger im Verlauf ihrer weiteren Karriere auch in Stockholm ausgezeichnet worden, wo die Mehrzahl der nach Alfred Nobel benannten Preise vergeben werden. In diesem Jahr kamen in Fortsetzung eines bereits seit Jahren zu beobachtenden Trends 15 der 40 Finalisten des landesweit ausgetragenen Wettbewerbs aus der Stadt oder dem Bundesstaat New York. Mit vier Finalisten ragte die Stuyvesant High School hervor, die mit einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt derzeit gut 3.000 Schüler in downtown Manhattan versorgt. Die Bronx High School of Science stellte einen weiteren Finalisten. Zwei der fünf ausgezeichneten Schüler der Stadt haben, so betonte Schul-Kanzler Joel I. Klein, einen Migrationshintergrund: "People come to this city for opportunity. When you see these successes, it makes you so proud." Die überwiegende Mehrzahl der ausgezeichneten Oberschüler arbeitet an Projekten, die in nahegelegenen Forschungsinstituten wie dem New York-Presbyterian Hospital oder dem Memorial Sloan-Kettering Cancer Center von dort arbeitenden Wissenschaftlern betreut werden. Katie Banks von der Stuyvesant High School ist da eine Ausnahme. Unter der Betreuung ihres Mathematiklehrers Peter Brooks war sie in der Lage zu beweisen: "There will never be eight or nine points in a nine-sided convex lattice polygon." Der Wettbewerb wird von der Society for Science and the Public ausgerichtet. Die 40 Finalisten, ausgewählt aus 1.600 Bewerbungen, werden im März in Washington die Endrunde austragen. Der Gewinner bekommt ein Stipendium in Höhe von 100.000 Dollar, alle Teilnehmer der Finalrunde immerhin 5.000 Dollar und einen Laptop.

Sie finden den Beitrag der New York Times hier.

Die Eindämmung illegaler Einwanderung zeigt Nebenwirkungen

  Die New York Times berichtet in dieser Woche von Auswirkungen, die neue Gesetze zur Eindämmung illegaler Immigration im Bundesstaat Arizona auf die dortigen Colleges haben. Weil sich die Bundesregierung in diesem Bereich bislang mit der Gesetzgebung zurück gehalten hatte, waren auf bundesstaatlicher Ebene Gesetze verabschiedet worden, die Studierende ohne legalem Aufenthaltsstatus erstens von Studienbeihilfen und zweitens vom Privileg abschnitt, nur die deutlich geringeren In-State Tuitions bezahlen zu müssen. An den 10 Campi der Maricopa Community Colleges ist nach den neuen Bestimmungen mehr als 1.700 Studierenden die In-State Tuition verweigert worden.
Obgleich Zahlen darüber fehlen, wieviele dieser 1.700 danach ihr Studium aus Kostengründen haben abbrechen müssen, wird doch allgemein vermutet, dass die Auswirkungen der neuen Bestimmung bei einem Unterschied zwischen In-State Tuition und Out-of-State Tuition von 4.000 bis 5.000 Dollar erheblich sei.
John Kavanagh, ein republikanischer Abgeordneter aus Arizona, bestreitet zwar, dass im Interesse der neuen Gesetze stünde, zwar illegalen aber dennoch assimilierten Immgranten die Chance auf höhere Bildung zu nehmen, doch müsse der Bundesstaat handelnd eingreifen, weil Washington zögere. Und: "Denying the in-state tuition, besides being fair to residents, also deters illegal immigrants from coming here."

Sie finden den Beitrag der New York Times hier.

Wie ein gutes Empfehlungsschreiben aussehen sollte

  Von der wöchentlichen, dreiteiligen Druckausgabe des Chronicle of Higher Education findet in der Außenstelle des DAAD der Stellenteil "Careers" gewöhnlich die geringste Beachtung. Die elektronische Ausgabe des Chronicle führt eine Hitparade der am meisten gelesenen Beiträge, und in der Spitzengruppe fand sich in dieser Woche ein Beitrag aus "Careers", der sich mit Empfehlungsschreiben für Bewerbungen um akademische Positionen beschäftigt. Die Rubrik "Career Talk" versucht in dieser Woche die Frage zu beantworten, wie vor dem Hintergrund einer von Superlativen nur so strotzenden Beurteilersprache noch sinnvolle Beurteilungen gemacht werden können. Der Chronicle hörte sich um und hörte als häufigste Nennung: Das Zeugnis solle ausführen, welchen Gewinn die wissenschaftliche Expertise des Bewerbers für Feld bedeute, für das die Stelle ausgeschrieben sei: "A great letter explains what a field or discipline would have been like if the candidate had never contributed to it, and thereby establishes the candidate's contribution." Ein häufig erwähntes Problem für Schreiber und Leser von Beurteilungen ist das nach Garrison Keillor benannte "Lake Wobegon Phenomenon". In einer Übertragung seiner beliebten Radiosendung "A Prairie Home Companion" aus der fiktonalen Stadt Lake Wobegon hieß es damals: "... and all the children are above average." Unterschreitungen von "brilliant" oder "nobelpreiswürdig" gelten vor allem in den USA inzwischen als üble Nachrede, und wenn ein Zeugnisschreiber nicht ganz auf der Höhe dieser Entwicklung sei, empfiehlt der Chronicle, jemanden Erfahrenen auf das Zeugnis schauen zu lassen und sicherzustellen, dass der Ton richtig getroffen ist, der um den Lage Wobegon herum üblich ist. Ein weiteres Plus eines Empfehlungsschreibens sei eine klare Beschreibung der Beziehung des Beurteilers zum Beurteilten und eine aus der Beurteilung deutlich herauszulesende Kenntnis der Qualifikation des Beurteilten in Forschung und Lehre. Darum sollten zur Anfrage nach einer Beurteilung ebenso die neueste Version des Lebenslaufes und Publikationsverzeichnisses gehören wie Beschreibungen von Lehrveranstaltungen.

Sie finden den Beitrag hier.

Der Beitrag setzt eine Reihe fort, die bisher zwei weitere Themen behandelt hat. Sie finden "How important are letters of recommendation?" hier

und "Getting Good References in Bad Circumstances" hier.

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Last updated: January 17, 2008